Es könnte so einfach sein!

Die Lösung des Problems mit der Infrastruktur für E-Autos

     
 

Es ist Mitte 2017 und die E-Mobilität will in Deutschland nicht zünden. Das liegt zum einen an den geringen Reichweiten der E-Autos, den viel zu wenigen Ladestationen und den erheblich zu langen Ladezeiten.
Das zwingt Besitzer von E-Autos zu umfangreichen Planungen, wenn sie zum Beispiel aus dem Rheinland kommend einen Urlaub im Allgäu verbringen möchten. Es müssen Ladestationen ermittelt und mehrere stundenlange Zwangspausen vorgesehen werden, in denen der Akku wieder aufgeladen werden muss. Dies bedingt eine nicht zu tolerierende Reisedauer und führt zur Ablehnung dieser Technologie.

Dabei könnte alles so einfach sein!

Warum kommt niemand auf die Idee, die Akkus zu normen? So wie die handelsüblichen Batterien für Kleingeräte? Typ AA oder AAA?
Wenn nämlich die Akkus für die E-Autos genormt wären, könnte jeder Hersteller am Unterboden eine Akkuhalterung vorsehen, in denen der Akku mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden könnte.
Dadurch könnte man auf unzählige Ladesäulen verzichten, und stattdessen die vorhandene Infrastruktur der abertausend Tankstellen im Land benutzen.

Wie das gehen soll?

Zu jedem E-Auto gehört ein Akku, der aber nicht dauerhaft zum Fahrzeug gehört, sondern in ein Umlaufsystem eingebunden wird.
Die Tankstellen unterhalten Ladestationen für diese Akkus und haben immer möglichst viele geladene überzählige Akkus vorrätig.

Kommt nun der Fahrer eines E-Autos an die Tankstelle, wird der leere Akku aus dem Fahrzeug entnommen und ein voller Akku eingeschoben. Dafür zahlt der Fahrer für diese "Tankfüllung" einen Obolus, und kann nach wenigen Minuten "Tankaufenthalt" seine Fahrt fortsetzen.

Dadurch würde sich die E-Mobilität so anfühlen, wie die bisherige Mobilität mit Verbrennungsmotoren - ist der "Tank" = Akku leer, Tankstelle aufsuchen und nach ein paar Minuten weiterfahren. Einzig die bisherige Reichweite der Akkus würde zu doppelt so vielen Tankstopps führen. Das muss aber nicht so bleiben, denn die Akku-Forschung wird so oder so weitergehen und damit werden die Reichweiten größer. Man muss dann die neuen Akkutypen nur wieder in die Norm einpassen, damit sie über die Wechselhalterung am Kreislaufsystem teilnehmen können.

Ladestationen in der heimatlichen Garage oder z. B auf dem Firmengelände des Arbeitgebers können dieses System unterstützen und ergänzen.

Wenn man mit diesem Model die "Nachschubprobleme" aus der Welt schaffen würde, würden die derzeitigen Vorbehalte gegen die E-Mobilität obsolet, was zu einer dauerhaften deutlichen Zunahme der Zulassungszahlen von E-Autos führen dürfte.